LFV Weser-Ems richtet sich gegen Kritik an Angel-Unterricht

Die Tierschutzorganisation Peta hat die Angel-AG der Förderschule „Schule Borchersweg“ in Oldenburg ins Visier genommen und fordert, dass Angeln aus dem Unterricht verbannt werde. Zwar wird an der Schule momentan gar keine Angel-AG angeboten, aber der Angriff richtet sich schließlich auch grundsätzlich gegen das Angelangebot an Schulen. So hat Peta u.a. auch die Hauptschule Tecklenburg wegen ihres Angelunterrichts angegriffen.

Der Landesfischereiverband Weser-Ems verurteilt den Angriff der Tierschutzorganisation und gibt den Schulen Rückendeckung. Im Verband weiß man schließlich sehr genau, worum es bei den Lerninhalten geht, bietet er doch selbst seit 50 Jahren Veranstaltungen für Jugendliche an. Wie in den Schulen wird dabei weit mehr behandelt als das bloße Fangen von Fischen, es wird vielmehr ein umfassendes Verständnis von den Gewässern als Lebensraum vermittelt und die Achtung aller Kreaturen als unverzichtbare Voraussetzung für den Erhalt einer intakten Umwelt.

Die Tierrechtsorganisation Peta stellt das Unterrichtsfach und seinen Inhalt unsachgemäß und verzerrt dar, indem hervorgehoben wird, „das Töten von empfindungsfähigen Tieren“ sei das Lernangebot. Selbstverständlich geht es im Angelunterricht um etwas ganz anderes, nämlich um die Vermittlung der Zusammenhänge zwischen den Lebewesen. Dabei gehört es zum Lerninhalt, dass die Kenntnis der natürlichen Prozesse zur Einsicht ihrer dringend notwendigen Erhaltung führt. Schutz und Erhalt der Lebewesen stehen daher im Vordergrund des Unterrichts.

Der Angriff und die Argumentation von Peta gehen an der Intention des Unterrichts vorbei. Der Verband weist darauf hin, dass es Anglern in erster Linie darum geht, Arten zu erhalten, und ausgestorbene Arten in ihre ursprünglichen Gewässer zurückzuführen. Leben entstehen zu lassen, ist viel mehr die selbsterklärte Aufgabe der Angler als Töten. Und das wird auch den Kindern im Unterricht vermittelt.

Zugleich wird den Kindern die Verantwortung des Menschen für Lebensräume und Lebewesen nahegebracht. Ihnen wird keineswegs, wie Peta behauptet, „ihr natürliches Mitgefühl abtrainiert“. Im Gegenteil werden Verständnis und Gefühl für die Kreaturen geschärft. Die Kinder lernen, dass es sich bei den Fischen um Lebewesen und nicht um ein Nahrungsmittel aus der Tiefkühltruhe handelt. Damit wirkt der Unterricht der Entfremdung gegenüber den Mitlebewesen entgegen und sensibilisiert für die Verpflichtung des Menschen für seine Umwelt.

Der Leiter der Jugendabteilung des Verbandes, Uwe Berding, weiß, dass der praktische Unterricht am Gewässer noch weitere Eigenschaften der Kinder fördert: Die Veranstaltungen mit den Kindern dienen auch dem Miteinander, sie führen zu Hilfsbereitschaft untereinander und stärken die Sozialkompetenz.

Wenn schließlich auch das Thema Töten des Fisches behandelt wird, dann als ein notwendiger Bestandteil des Umgangs mit einem Lebewesen, das uns als Nahrungsmittel dient. Dabei stellen Fang und Verwertung des Fisches eine gute und naturnahe Alternativ dar zur Zucht und kommerziellen Befischung von Gewässern. Denn „Angeln ist die naturverträglichste Art des Fischens, die es gibt“, so formulierte es die Präsidentin des Deutschen Angelfischer Verbandes, Frau Dr. Happach-Kasan, unlängst in ihrem Neujahrsgruß. „Beim Angeln entsteht kein Beifang. Angeln schadet in keiner Weise dem Boden der Gewässer. Fische von geschützten Arten sowie untermaßige Fische können zurückgesetzt werden.“

Man könnte noch hinzufügen, dass die Vorschriften zum Betäuben und Töten des Fisches beim Angeln schärfer und stärker auf Waidgerechtigkeit ausgelegt und einzuhalten sind als bei allen anderen Formen der Fischerei.

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