Angela Merkel will Angelverbot noch einmal besprechen

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Die Bundeskanzlerin machte am Freitag, den 14. Juli, zum Auftakt ihrer sommerlichen Wahlkampftour Station in Heiligenhafen. Bei dem Besuch ging es auch um das vom Bundesrat beschlossene Angelverbot in den Schutzgebieten der Ostsee. Mit der Feststellung, dass Naturschutz wichtig sei, Angeln aber auch, gab Merkel zwar keine klare Stellungnahme ab, aber sie sicherte zumindest zu, dass sie das Thema noch einmal in der Bundesregierung ansprechen wird.

Merkel wurde in Heiligenhafen nicht nur vom Ministerpräsidenten Daniel Günther empfangen, sondern auch von protestierenden Anglern und Fischern. Das geplante Angelverbot hätte für die Angler, Kutterkapitäne, den Angeltourismus und den Tourismus in der Region insgesamt schwerwiegende Folgen.

„Wir wollen die Kanzlerin dazu bringen, dass sie bei ihrer Ministerin mal nachfragt, was das eigentlich soll“, sagt Willi Lüdtke, Vorsitzender des Verbands der Bäder- und Hochseeangelschiff im Vorfeld der Veranstaltung. Würde sich die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks durchsetzen, wäre das laut Lüdtke das Aus für die Anbieter von touristischen Angelfahrten im Belt.

Nicht einmal Schleswig-Holsteins grüner Umweltminister Robert Habeck schlägt sich eindeutig auf die Seite der Umweltschützer. Er hält es zwar für grundsätzlich richtig, Schutzgebiete in Nord- und Ostsee einzurichten, ein pauschales Angelverbot würde seiner Meinung nach aber über das Ziel hinausschießen.

Ob der Merkel-Besuch in Heiligenhafen tatsächlich dazu führen wird, dass das Thema Angelverbot noch einmal in der Bundesregierung besprochen wird und ob sich dann an den Plänen etwas ändern wird, bleibt allerdings abzuwarten.

 

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