DAFV gegen Angelverbot in Nord- und Ostsee

Ein immer stärker werdender Protest regt sich gegen das geplante Angelverbot in Nord- und Ostsee. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) bereitet aktuell eine „Verordnung zur Unterschutzstellung von acht gemeldeten FFH-Gebieten als Naturschutzgebiete (NSG) in den deutschen ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) von Nord- und Ostsee“ mit einem gleichzeitigen Verbot der Freizeitfischerei in diesen Gebieten vor. Bei den Gebieten handelt es sich in der Nordsee um die FFH-Gebiete Doggerbank, Borkumer Riffgrund und Sylter Außenriff. In der Ostsee um die FFH-Gebiete Fehmarnbelt, Kadettrinne und Pommersche Bucht-Rönnebank.

Dieses geplante Verbot stößt im gesamten norddeutschen Raum auf ein großes Unverständnis. Um gezielt gegen die Pläne des Bundesumweltministeriums vorgehen zu können, schlossen sich am 22.04.2016 in Eutin mehrere Angel-, Fischerei-,  Wirtschafts- und Tourismusverbände zusammen und organisierten in den Räumen der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH) eine Pressekonferenz. Verschiedene Fischereivertreter, darunter die Präsidentin des DAFV, Dr. Christel Happach-Kasan, der Geschäftsführer des LSFV- Schleswig–Holstein, Robert Vollborn, der Generalsekretär des DFV, Dr. Peter Breckling, der Präsident des Deutschen Meeresanglerverbandes, Ralf Deterding, der Landrat des Kreises Ostholstein, Reinhard Sager sowie der CDU- Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens erläuterten der Presse die Sinnlosigkeit eines generellen Verbotes, gerade bezogen auf die in den Entwürfen genannten Schutzgüter, und die Absicht der Verbände zu weiteren Maßnahmen gegen das Vorhaben.

Die Vertreter der Verbände weisen ausdrücklich auf die negativen Auswirkungen des Angelverbotes auf den Tourismus mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen für die gesamte regionale Wirtschaft hin. Der Angeltourismus spielt an der Ostsee traditionell eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Rund 150.000 Angler waren im Jahr 2013 in der Ostsee aktiv. An vielen Hafenorten sind Angelkutter ortsbild- und imageprägend. Neben den klassischen Angelbetrieben wie Anbieter von Hochseeangeltouren und Angelgeschäften profitiert die gesamte regionale Wirtschaft von den Anglern. So wären von den geplanten Verboten auch die Campingplatz- und Hafenbetreiber, der Einzelhandel, die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe betroffen.

 

 

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