30. Jugend-Sportfischertag des Landesfischeiverbandes Weser-Ems

Die Thülsfelder Talsperre bei Cloppenburg war in diesem Jahr der Treffpunkt für den Jugendsportfischertag des Landesfischereiverbandes Weser-Ems. 105 Jugendliche aus 17 Mitgliedsvereinen des Verbandes nahmen an der Veranstaltung teil, davon 50 in der Kategorie über 14 Jahre mit Sportfischerprüfung und 55 unter 14 Jahre ohne Sportfischerprüfung. Zusammen mit den Jugendwarten der Vereine und des Verbandes beteiligten sich 148 Personen an der Veranstaltung.

Mit den diesjährigen Jugend-Sportfischertagen feierte der Verband Jubiläum, denn es war das 30. Mal, dass der Verband Jugendliche zu einer gemeinsamen Angel- und Lernveranstaltung zusammenrief. Und das Interesse der Jugendlichen ist unvermindert groß. Sogar so groß, dass drei Vereinen abgesagt werden musste, weil es einfach nicht genug Kapazität gab, um noch mehr Jugendliche unterbringen und angemessen betreuen zu können.

Den Kern der Veranstaltung bildete traditionell der Dreikampf aus Angeln, Casting und Wissen zum Natur- und Umweltschutz. In diesem Dreiklang messen sich die Jugendlichen in der Geschicklichkeit beim Zielwerfen auf die Arenbergscheibe, in der Kenntnis um die ökologischen Zusammenhänge am Gewässer und schließlich in der praktischen Umsetzung von Geschicklichkeit und Wissen beim Fischen.

Die riesige Wasserfläche der Thülsfelder Talsperre wirkte für die Jungangler wie eine ganze eigene, zusätzliche Herausforderung. Aber die Jugendlichen zeigten sich – mit Hilfe der Jugendwarte – der Aufgabe gewachsen. In erster Linie wurde beim Angeln auf die Technik des Feeders gesetzt. Sicherlich eine gute Wahl bei einem weitläufigen Gewässer. Indem man beim Feedern immer wieder Futter und Köder an derselben Stelle platziert, gelingt es mit großer Wahrscheinlichkeit, auch Fische in die Nähe des Hakens zu dirigieren.

Die Fänge bestätigten, dass die Wahl der Technik richtig war. Zugleich zeigte sich, in welch gutem Zustand der Friedfischbestand sich in der Talsperre befindet. Neben zahlreichen Rotaugen wurden auch einige richtig große Brassen gefangen. Die Talsperre war vor dem Ablassen des Wassers im Jahr 2009 bekannt für seine kapitalen Brassen, und sie scheint auch wieder auf dem besten Weg zu einem guten Großbrassen-Gewässer zu sein. Neben den Weißfischen gab es einige weitere bemerkenswerte Fänge, etwa einen Wels, einen Aal über 80 Zentimeter und einen Barsch von 42 Zentimeter.

Das Casting wurde nach dem Prinzip der Plastikliga durchgeführt. Die 1990 von dem ehemaligen Castingreferenten Albert Bagge kreierte vereinfachte Version des Castings besteht aus einer reduzierten Anzahl von Würfen aus unterschiedlichen Distanzen. Für ungeübte Werfer ist aber auch diese einfache Disziplin des Zielwerfens eine ordentliche Herausforderung. Und so zeigte sich, dass mancher Angler, der zuvor sehr wohl Fisch an den Haken zu bringen wusste, beim Zielwerfen weniger treffsicher war.

Der Disziplin Wissen über Natur- und Umweltschutz ging der Film Ökosystem See voraus. Mit dem Film wurden den Jugendlichen Grundlagenkenntnisse und Zusammenhänge in den Seen unserer Heimatregionen vermittelt. Mit dem anschließenden Fragebogen ging es zum Teil tief in die Gewässerbiologie, wenn beispielsweise gefragt wurde, was in einem Gewässer das Metalimnion ist, was man unter der Dichteanomalie des Wassers versteht oder welcher Bereich des Sees als Litoral bezeichnet wird.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung folgen in Kürze.

 

30. Jugend-Sportfischertage des LFV Weser-Ems an der Thülsfelder Talsperre

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