Sea Life in Berlin unterstützt den Artenschutz

Das „Sea Life“ Berlin ist vor allem durch seine großartigen Aquarien bekannt. Die Einrichtung engagiert sich aber auch seit Jahren für den Schutz und die Erhaltung einheimischer Fische, u.a. durch ein Artenschutzprojekt für die Elritze. Spenden von Besuchern des „Sea Life“ kommen dem Fischartenschutz zu Gute. Im aktuell konkreten Fall wurde mit den Spenden 70 Tonnen Laichkies für die Dosse finanziert. Die praktische Umsetzung der biotopverbessernde Maßnahme in Goldbeck erfolgt durch den Wasser- und Bodenverband „Dosse-Jäglitz“ und dient der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie; deren Zielstellung darin besteht, den guten ökologischen Zustand der Gewässer wiederherzustellen.

Seit dem Mittelalter war die Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gestaut, begradigt und vertieft worden, vor allem, um Wassermühlen betreiben und Holz flößen zu können. Bedingt durch die Gewässerausbaumaßnahmen befindet sich der Fluss heute in einem vergleichsweise naturfernen Zustand, der sich z.B. darin äußert, dass das Gewässer zur übermäßigen Verkrautung neigt und es den gewässertypischen Fischarten an geeigneten Laichplätzen fehlt.

Der Wasser- und Bodenverband „Dosse-Jäglitz“ mit Sitz in Neustadt (Dosse) ist Unterhaltungspflichtiger des Gewässers. Gemeinsam mit dem Landesanglerverband Brandenburg (LAVB) als Fischereipächter bemüht sich der Verband mittlerweile seit zwanzig Jahren, der Dosse durch geeignete Maßnahmen ihre Naturnähe wiederzugeben. Zur Verbesserung der Gewässerstruktur hat sich das Einbringen von „Laichkies“ besonders bewährt. Bestimmte Fischarten wie Bachforelle, Hasel und Elritze, aber auch die seltenen sogenannten Neunaugen sind bei der Fortpflanzung auf Laichplätze, die aus Grobkies bestehen, angewiesen.

 

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