Jugendsportfischertage 2016

Auf dem Gelände des Sportvereins Moslesfehn, Kreis Wardenburg, südlich von Oldenburg, stand vom 23. bis 26. Juni ein Zeltlager von 11 Angelvereinen des Landesfischereiverbandes Weser-Ems. 81 Jugendliche und ihre Betreuer aus den jeweiligen Vereinen hatten sich hier für diese Zeit niedergelassen, um an den 29. Jugend-Sportfischertagen des Verbandes teilzunehmen. Neben den zahlreichen Zelten war noch genug Platz, um theoretische und praktische Übungen durchführen zu können. Denn bei den Jugendtagen geht es immer um beides, um die Theorie von Umweltfragen bis zu Ködermontagen und die Praxis von Wurftechnik bis zum Fang.

Damit es einen kleinen Anreiz für die jungen Angler gibt, wurde aus den Veranstaltungsteilen ein Dreikampf entwickelt. Dabei galt es, sich in den Disziplinen Umwelt- und Naturschutz, Casting und Gemeinschaftsangeln zu beweisen. In allen drei Kategorien wurden Punkte vergeben, die am Ende zusammengerechnet wurden, um die Sieger zu ermitteln.

Gleich am frühen Morgen ging´s los mit einem Film zum Thema „Müllhalde Meer“. Die Dokumentation über die Nordsee befasste sich mit verschiedenen Aspekten der Meeresverschmutzung sowie des Umwelt-, Natur- und Tierschutzes. Im Anschluss an den Film zeigte sich, wer gut aufgepasst hat, denn in einem Fragebogen mussten Antworten zum Film gegeben und damit Punkte in der Theorie gesammelt werden.

Der erste Schritt von der Theorie zu Praxis ließ sich anschließend mit dem Vizepräsidenten des Verbandes Heinz Gräßner vollziehen. Er gab nämlich Einblick in seine Spezialdisziplin, das Ansitzangeln auf Aal und Zander. Wie und womit man dabei zum Erfolg kommt, erklärte er anhand seiner Geräte, Montagen und dem nötigen Zubehör. Dabei war unschwer zu erkennen, dass er schon viel Erfahrung in dieser Angelei gesammelt und Gedanken investiert hat, um sie zu perfektionieren. Jungangler, die ihm gut zugehört haben, konnten dafür zwar keine Punkte bekommen, aber ihre Chancen auf große Aale und Zander sind jetzt sicher höher.

Punkte gab es wiederum beim Casting-Turnier, bei dem die Jugendlichen ihr Wurfgeschick in verschiedenen Wurfstilen und auf verschiedene Distanzen beweisen konnten. Obwohl man selbst unter den Betreuern unterschiedlicher Meinung ist, wie viel Casting mit Angeln zu tun hat, dürfte unbestritten sein, dass jeder, der beim Casting zielsicher ist, auch an seinem Angelplatz treffsicher auswerfen wird.

Ums Werfen, wenngleich in einem ganz anderen Stil, ging es auch beim Fliegenfischen. Norbert Gerdes, der Vorsitzende des Sportfischervereins Oldenburg, gab eine theoretische und praktische Einführung in diese Angeltechnik. Dabei räumte er mit einer Reihe von Vorurteilen auf und erklärte, dass diese Art des Angelns weder besonders teuer noch besonders aufwändig sein muss. Außerdem machte er deutlich, dass nahezu alle Fischarten mit der Technik zu fangen sind. Und wie schnell man es mit der vermeintlich komplizierten Methode zu ansehnlichen Würfen bringen kann, ließ er die Jungangler gleich selbst demonstrieren.

Mit dem Gemeinschaftsangeln am Tweelbäker See konnten die Jugendlichen dann die Theorie in Praxis umsetzen. Geangelt wurde hauptsächlich auf Friedfische, wobei die Fänge vor allem aus Rotaugen und Brassen bestanden.

Dass zum Fang auch die Verwertung der Fische gehört, war ein eigener Themenbereich, angefangen mit den Ausführungen der Oberkommissarin Svenja Rosigkeit. Die Expertin für Messerkunde gab einen Überblick über die verschiedenen Messerarten, deren Einsatz und die Frage, ob und unter welchen Umständen man welche Art von Messer mit sich führen darf.

Den Einsatz eines speziellen Messers, nämlich des Filetiermessers, konnten sich die Jungangler genau ansehen. Denn die frischen Fänge wurden von einigen Betreuern gleich fachgerecht filetiert. Und damit waren sie auch schon vorbereitet für den zweiten Einsatz von Heinz Gräßner. Denn neben dem Fangen gehört auch die Zubereitung der Fische zu seinen Leidenschaften. Seit Jahren demonstriert er immer wieder auf Veranstaltungen, wie man Fische, die nicht unbedingt zu den bevorzugten Speisefischen gehören, wie Weißfische, einer schmackhaften Zubereitung zuführt. Dass ihm das auch bei dieser Veranstaltung wieder gelungen ist, war den jungen und älteren Feinschmeckern unschwer anzusehen.

Doch nicht nur die Zubereitung der Fische, sondern die gesamte Veranstaltung war sehr gut gelungen, wofür besonders dem Jugendwart des Verbandes Uwe Berding und seinem Team Team großer Dank gebührt.

Bei den Wettbewerben gab es folgende Gewinner:

Fragebogen: 1. Johannes Stecher, SFV Wilhelmshaven (ü 14), Fabian Kamphus, ASV Rhede-Ems (u 14), 2. Joon Strohschnieder, SFV Rhauderfehn, 3. Jelke Galleck, SFV Wilhelmshaven.

Casting: 1. Hans Hermann Ross, ASV Rhede-Ems (ü 14), Bastian Lange, SFV Oldenburg (u 14), 2. Heiner Lohe, SFV Aschendorf, 3. Oliver Stevens, SFV Aschendorf.

Fischen: 1. Bastian Lange, SFV Oldenburg, Marcel Friedrich, SAV Haren, 2. Jannes Kramer, SFV Rhauderfehn, 3. Menko Fischer, SFV Rhauderfehn.

Gruppengesamtergebnis (ü 14): 1. ASV Rhede-Ems, 2. SAV Haren-Ems. 3. SFV Rhauderfehn.

Gruppengesamtergebnis (u. 14): 1. SFV Oldenburg, 2. SFV Rhauderfehn, 3. FV Wildeshausen.

Betreuerangeln: 1. Markus Dunker, ASV Rhede-Ems, 2. Frank Poelker, SFV Rhauderfehn, 3. Frank Dayen, SFV Aschendorf.

 

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